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Mit System & Resonanz - Die Verbinderei
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Mit System & Resonanz

Schlüssel zur Klärung

Für die Lösung von Konflikten sind Systembetrachtungen und Resonanzerlebnisse von Bedeutung. Sie zeichnen unsere Arbeit aus.

 

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Systemische Betrachtung

In sozialen Konflikten werden unerwünschte Verhältnisse durch Kommunikation zum Ausdruck gebracht. Die Beteiligten heben sich durch ihre Form der wechselseitigen Bezugnahme von ihrer Umgebung ab. Sie lassen sich als ein System mit spezifischen Eigenschaften begreifen.

 

Kreislauf aus Verneinungen

Die Kommunikation in Konflikten ist geprägt durch Ablehnungen von Positionen und die Ablehnungen der Ablehnungen. Die Verneinung der Verneinung erfolgt, weil jede Seite von der anderen Seite annimmt, dass sie anders handeln könnte aber nicht anders handeln will.

 

Enttäuschte Erwartungen

Aus der Annahme der Wahlfreiheit und der Erwartung einer bestimmten Handlung ergibt sich eine wichtige Konsequenz: Die Gegenpartei wird nicht anhand ihrer konkreten Handlung bewertet, sondern sie wird nach ihrer Auswahl aus vermuteten Handlungsalternativen beurteilt.

 

Bewältigung der Situation

Die Fantasien zu der Frage, warum die andere Seite das macht, was sie macht oder warum sie das sagt, was sie sagt und nicht etwas anderes, sind um so ausgeprägter, je weniger Informationen vorliegen. Unterstellungen werden so zum Ersatz für die wirklichen Beweggründe.

 

Befeuerung des Konflikts

Die Vermutungen und Unterstellungen gründen in persönlichen Erfahrungen. Sie sagen mehr über die eigene als über die andere Person aus. In der Regel sind sie unzutreffend und fördern die Fortführung des Konflikts, da sie zu Widerlegungen und Abwehrhandlungen auffordern.

 

Wirkung der Mediation

Die Mediation bettet ein Konfliktsystem in einen lösungsorientierten Prozess ein. Die Kreisläufe aus Verneinungen werden durchbrochen, die manifestierten Zuschreibungen in Frage gestellt und neue Handlungsmöglichkeiten erschlossen und gemeinsam vereinbart.

 

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Momente der Verbindung

Ein Resonanzerlebnis ist ein inneres Harmonieren mit äußeren Ereignissen. Die Differenz zwischen der eigenen Person und der Welt scheint aufgelöst. In der Mediation tritt ein Resonanzerlebnis ein, wenn der Eindruck entsteht, von der anderen Seite verstanden worden zu sein.

 

Verhärtete Positionen

Im Konflikt treffen Parteien mit gefestigten Auffassungen aufeinander. Jede Seite lehnt den Standpunkt der anderen Seite ab. Zugleich akzeptiert sie die Ablehnung der anderen Seite nicht. Die Fronten verhärten sich. Es wird gestritten für die eigene Position und gegen fremde Positionen.

 

Vielzählige Interessen

Hinter den einzelnen Forderungen verbergen sich die Interessen der Beteiligten. Im Unterschied zu den zugespitzten Positionen sind die Interessen weniger eng gefasst und auf unterschiedliche Weise erfüllbar. Mit dem Erkennen der Interessen beginnt der Prozess der Verständigung.

 

Bewegende Bedürfnisse

Interessen haben ihren Ursprung in Bedürfnissen. Zu ihnen zählt das Bedürfnis nach Sicherheit und stabilen Verhältnissen, das Begehren förderlicher und wertschätzender Verbindungen zu anderen Menschen oder der Wunsch nach Selbsterfahrung, Kompetenzerleben und Entwicklung.

 

Gefühlte Hinweise

Emotionen bringen Bedürfnisse zum Ausdruck. Angenehme Gefühle, wie Freude oder Faszination, repräsentieren erfüllte Bedürfnisse. Unangenehme Gefühle, wie Angst oder Wut, sind Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse. Dies gilt auch mit Blick auf vergangene und zukünftige Ereignisse.

 

Ebenen des Verstehens

Auf der Ebene der Interessen ist es das Ziel der Mediation, dass die Konfliktparteien wechselseitig ihre Anliegen gedanklich nachvollziehen können. Auf der Ebene der Bedürfnisse steht im Unterschied dazu das Nachempfinden, das emotionale Verstehen, im Vordergrund.

 

Die Resonanzerfahrung

Die kognitive bzw. affektive Perspektivenübernahme ist notwendig für ein Verstehen. Sie allein reicht aber für eine Verständigung nicht aus. Es bedarf der Resonanzerfahrung. Sie entsteht mit dem Eindruck von anderen verstanden worden zu sein. Neben dem Verstehen anderer ist daher das erkennbare Verstandenwerden von anderen von Bedeutung. Erst das führt zur Auflösung von Differenzen und zu einem Gefühl der Verbundenheit.