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Versatzstück 20160715 - Die Verbinderei
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Versatzstück 20160715

Versatzstück 20160715

Vom Umgang mit dem Verstehen

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Praktiken, die ein Miteinander leichter machen

Es gibt eine Vielzahl an kleinen rhetorischen Techniken, die manchmal ganz bewusst, viel öfter aber unbewusst, in Gesprächen zur Anwendung kommen. Die folgenden zwei gehören dazu.

Ich will nur verstehen

Unter der Angabe das Ziel einer Argumentation verstehen zu wollen, werden Ihnen Fragen gestellt. „Warum ist Ihnen das wichtig?“ „Vor welchem Hintergrund ist das von Bedeutung?“ „Können Sie den letzten Teil näher erläutern?“ „Was genau finden Sie daran gut?“ „Ich habe noch nicht verstanden, warum …?“ Aus Ihren Antworten nimmt Ihr Gegenüber dann aber ausschließlich auf Inhalte Bezug, die vom ursprünglichen Thema wegführen.

Bemerken Sie das, dann benennen Sie offen, dass der Beitrag ein interessanter Punkt sein mag, er sie aber von dem Thema entfernt, was Ihnen wichtig ist. Sagen Sie anschließend, um welches Thema es Ihnen geht.

Sie verstehen das falsch

In diesem Fall unterstellt Ihnen Ihr Gegenüber, ihn nicht verstanden zu haben. „Sie scheinen vergessen zu haben, was ich vorhin bereits gesagt habe.“ „Ihnen sind die Konsequenzen vermutlich nicht ganz klar.“ „Sie haben die Voraussetzungen nicht verstanden, auf deren Grundlage wir hier diskutieren.“ Durch diese Aussagen erfahren Sie eine Abwertung und spüren früher oder später Ihre Verärgerung. Bringe Sie die zum Ausdruck, kann Ihr Gegenüber Sie eines wenig konstruktiven Verhaltens bezichtigen.

Ein ehrliches Missverständnis beruht immer auf zwei Personen! Eine Person, die sich nicht so ausdrückt, dass die andere versteht und eine die nicht versteht, was die andere Person zum Ausdruck bringt. Verstehen beginnt zu zweit! Ein einseitiges Missverständnis gibt es nicht. Thematisieren Sie das und regen Sie zu einem gemeinsamen Bündnis für mehr Verständnis an.